Prof. Sarah Kenderdine

Vita

Professorin Sarah Kenderdine ist eine Vorreiterin im Bereich interaktiver und immersiver Erlebnisse für Museen und das kulturelle Erbe. Sie ist Professorin an der EPFL in der Schweiz, wo sie das Labor für experimentelle Museologie (eM+) leitet, sowie Curator-at-Large der EPFL Pavilions. Sie leistete Pionierarbeit auf dem Gebiet der computergestützten Museologie und integrierte dabei KI, Datenkuratierung und immersive Schnittstellen für kulturelles Wissen. Sie hat weltweit über 180 Ausstellungen und Installationen konzipiert und ist Mitautorin des Buches „Deep Fakes: A Critical Lexicon of Digital Museology“ (Routledge, 2025). Sie ist korrespondierendes Mitglied der British Academy.

Programmpunkte

12:00 - 13:00 Uhr FR. 06. NOVEMBER
Computergestützte Museologie: Zwischen künstlicher Intelligenz, synthetischen Objekten und verkörperter Ästhetik

Die computergestützte Museologie definiert Museen neu als vorausschauende Systeme, die Kulturerbe, Technologie und öffentliches Engagement miteinander verbinden. Sie kombiniert maschinelle Intelligenz mit Datenkuratierung und immersiven Schnittstellen, um neue Verbindungen zwischen Objekten und partizipativen Praktiken herzustellen. Der Vortrag untersucht, wie computergestützte Methoden unter Verwendung von Repliken und digitalen Surrogaten verborgene Muster in Artefakten aufdecken und Vorstellungen von Authentizität und Autorität in der Zukunft des Kulturerbes hinterfragen.

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