Computergestützte Museologie: Zwischen künstlicher Intelligenz, synthetischen Objekten und verkörperter Ästhetik

12:00 - 13:00 Uhr Fr. 06. Nov.

Kurzbeschreibung

Die computergestützte Museologie definiert Museen neu als vorausschauende Systeme, die Kulturerbe, Technologie und öffentliches Engagement miteinander verbinden. Sie kombiniert maschinelle Intelligenz mit Datenkuratierung und immersiven Schnittstellen, um neue Verbindungen zwischen Objekten und partizipativen Praktiken herzustellen. Der Vortrag untersucht, wie computergestützte Methoden unter Verwendung von Repliken und digitalen Surrogaten verborgene Muster in Artefakten aufdecken und Vorstellungen von Authentizität und Autorität in der Zukunft des Kulturerbes hinterfragen.

Beschreibung

Dieser Vortrag stellt die computergestützte Museologie als einen Rahmen vor, der das Museum als vorausschauendes System neu positioniert, das Kulturerbe, neue Technologien und vielfältige Zielgruppen miteinander verbindet. Durch die Integration von künstlicher Intelligenz und Datenkuration, Ontologie und Visualisierung sowie verkörperter Interaktion und immersiven Schnittstellen können Museen neue Verbindungen zwischen Objekten, Wissenssystemen und partizipativen Praktiken herstellen. Diskriminierende KI deckt verborgene Zusammenhänge innerhalb kultureller Big Data auf – wie beispielsweise „Narratives from the Long Tail“, das narrative Kohärenz über 200.000 Stunden Archivvideo hinweg erzeugt, während generative KI neue kulturelle Formen für die öffentliche Mitgestaltung hervorbringt, wie am Beispiel des „Public Portal to Anticipation“ zu sehen ist. Anhand von Beispielen wie Repliken, digitalen Surrogaten und „kulturellen Deepfakes“ untersucht der Vortrag, wie computergestützte Techniken verborgene Muster in kulturellen Artefakten aufdecken und Vorstellungen von Authentizität, Autorität und der Zukunft des Kulturerbes hinterfragen.

Referentin

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

MUTEC-FORUM  (Halle 4, C26)