Barrierefreiheit ganzheitlich denken — Inklusives Ausstellungsdesign als Gewinn für alle

16:30 - 17:00 Uhr Do. 05. Nov.

Kurzbeschreibung

Tactile Studio ist ein Design- und Produktionsunternehmen mit rund 30 Personen, das inklusive Vermittlungsangebote für Museen und Kulturinstitutionen entwickelt und fertigt - darunter Tastmodelle, taktile Plane, Riechstationen, Hörerlebnisse, interaktive Exponate und multisensorische Elementen.
Inklusives Design schafft Mehrwert fiir alle Besucher*innen - nicht nur fiir Menschen mit Behinderungen. Anhand von Praxisprojekten, unter anderem aus dem Museum der bildenden Künste Leipzig sowie weiteren Museen, zeigt der Vortrag, wie multisensorische Vermittlungsangebote zu längeren Aufenthalten, mehr Interaktion, einem intensiveren Austausch zwischen den Besucher*innen und einer vertieften Auseinandersetzung mit Ausstellungen führen können. Gleichzeitig wird der Begriff der Barrierefreiheit weitergedacht:
Neben Sehbehinderungen und Blindheit rücken auch unterschiedliche Wahrnehmungsweisen sowie verschiedene körperliche, sensorische und individuelle Voraussetzungen der Besucher*innen in den Fokus. Der Vortrag vermittelt konkrete Ansätze, wie Museen Erlebnisse gestalten können, die möglichst vielen Menschen zugänglich sind und die Qualität des Besuchs insgesamt verbessern.

Beschreibung

Tactile Studio ist ein spezialisiertes Design- und Produktionsunternehmen mit rund 30 Personen. Das Studio entwickelt und fertigt inklusive Vermittlungsangebote für Museen und Kulturinstitutionen - von Tastmodellen, taktilen Plänen und Geländemodellen mit Projektionen über Riechstationen und Hörerlebnisse bis hin zu interaktiven Exponaten und Hands-on-Elementen. Darüber hinaus berat Tactile Studio Museen bei der inklusiven Ausstellungsplanung und unterstützt sie dabei, vielfältige Zugänge zu Kunst und Kultur zu schaffen.

Barrierefreiheit wird in Museen häufig auf einzelne und getrennte Maßnahmen oder bestimmte Zielgruppen reduziert. Inklusives Design geht weiter: Es schafft Erlebnisse, die möglichst vielen Menschen einen Zugang zu Kunst und Kultur ermöglichen, eine intuitive Orientierung vor Ort unterstützen und gleichzeitig die Qualität des Museumsbesuchs insgesamt verbessern. Besucherstudien zeigen, dass multisensorische und interaktive Vermittlungsangebote zu längeren Aufenthalten, mehr Interaktion und einer intensiveren Auseinandersetzung mit Ausstellungsinhalten führen.

Anhand von Praxisprojekten - unter anderem aus dem Museum der bildenden Künste Leipzig sowie weiteren Museen in Deutschland und Europa - zeigt der Vortrag, wie inklusive Gestaltung von Beginn an in die Konzeption integriert werden kann. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Für wen gestalten wir? Welche Botschaften sollen Besucher*innen erreichen? Und welche Rahmenbedingungen gilt es zu berücksichtigen?

Der Vortrag zeigt anhand konkreter Beispiele, wie Museen durch multisensorische, intuitive und nutzerorientierte Gestaltung Angebote entwickeln kann, die verschiedene körperliche, sensorische und individuelle Voraussetzungen der Besucher*innen ansprechen und dadurch Teilhabe fur möglichst viele Menschen ermöglichen.

Referentin

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

AUSSTELLER-FORUM  (4, G10)

Aussteller