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Zwischen Teilhabe, Fundraising und KI: Weitere Einblicke ins Fachprogramm
Wie können Museen Teilhabe konkret gestalten, neue Wege der Finanzierung erschließen und digitale Technologien für den Umgang mit kulturellem Erbe nutzen? Drei weitere Beiträge im Fachprogramm der MUTEC 2026 widmen sich diesen Fragen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Dabei geht es um praktische Erfahrungen mit inklusiven und digitalen Angeboten, erfolgreiche Strategien für Crowdfunding und Fundraising sowie um die Möglichkeiten von KI und immersiven Technologien in der Museumsarbeit. Einmal mehr zeigt sich, wie vielfältig die aktuellen Herausforderungen sind – und wie unterschiedlich die Ansätze, ihnen zu begegnen.
Gemeinsam und für alle gestalten – Ein Museum wird barrierefrei und digital
Wie kann ein Museum Zugänge für unterschiedliche Bedürfnisse schaffen? Frauke Maria Petry ist im Münchner Museum Die Neue Sammlung – The Design Museum tätig und dort für digitale Kulturvermittlung und Inklusion. Sie gibt Einblicke in das Projekt „Design inklusiv erleben“. Unter ihrer Projektleitung entstanden beispielsweise eine Taststation für alle, eine barrierefreie Website oder ein Online-Spiel für Schulen. Sie zeigt, welche Erfahrungen dabei gesammelt wurden und wie digitale und analoge Formate Teilhabe ermöglichen. Mit der geplanten Dauerausstellung „Design für Alle“ setzt Die Neue Sammlung diesen Weg ab Dezember 2026 fort. Im Vortrag gibt Frauke Maria Petry Einblicke in die Umsetzung und berichtet von Erfahrungen, Herausforderungen und Chancen solcher Projekte.
Freitag, 06. November, 14.30 Uhr, MUTEC Forum, Halle 4
Crowdfunding und Fundraising für Kultur
Geld über das Internet – das muss doch funktionieren. Doch beim Crowdfunding gibt es viele Fallstricke zu beachten. Schon die Plattformauswahl ist entscheidend, ebenso wie zahlreiche Details, die bei Nichtbeachtung schnell zum Flop führen können. Matthias Daberstiel zeigt in seinem Seminar „Crowdfunding für die Kultur – von der Idee zur Kampagne“, worauf es bei der Planung und Durchführung einer erfolgreichen Kampagne ankommt. Ihm geht es vor allem um die Haltung gegenüber Menschen, die sich für Kultur einsetzen möchten, und darum, wie aus Fans Unterstützer werden können.
Daberstiel berät seit fast 30 Jahren gemeinnützige Organisationen, darunter Museen, Stiftungen und Kulturveranstalter. Als Inhaber der Spendenagentur ist er auf Fundraising, Marketing und Kommunikation spezialisiert und zudem Herausgeber des Fundraising-Magazins.
Donnerstag, 05. November, 10.30 Uhr, CCL, Vortragsraum 6/7, Ebene +2
Computational Museology – zwischen maschineller Intelligenz, synthetischen Objekten und verkörperter Ästhetik
Wie verändert Computational Museology den Umgang mit kulturellem Erbe? Professor Sarah Kenderdine zeigt, wie Museen durch die Verbindung von KI, Datenkuratierung und immersiven Schnittstellen neue Verbindungen zwischen Objekten, Wissenssystemen und partizipativen Praktiken schaffen können. Beispiele wie „Narratives from the Long Tail“, das aus 200.000 Stunden Archivmaterial narrative Zusammenhänge erschließt, oder das „Public Portal to Anticipation“ zeigen neue Möglichkeiten für kulturelle Daten und Co-Creation. Auch Repliken, digitale Stellvertreter und „Cultural Deep Fakes“ werfen dabei Fragen nach Authentizität, Autorität und der Zukunft des kulturellen Erbes auf.
Kenderdine ist Professorin an der EPFL in der Schweiz und leitet dort das Laboratory for Experimental Museology. Sie gilt als Pionierin der Computational Museology und hat weltweit mehr als 180 Ausstellungen und Installationen realisiert.
Freitag, 06. November, 12.00 Uhr, MUTEC Forum, Halle 4
Das gesamte Fachprogramm finden Sie auf der Website der MUTEC.