Taktile Grafiken als Ideenlabor für die Museumsvermittlung

14:30 - 15:00 Uhr Fr. 06. Nov.

Kurzbeschreibung

Was, wenn die besonderen Anforderungen des taktilen Grafikdesigns für sehbeeinträchtigte Menschen heute zu den spannendsten Experimentierfeldern gehörten, um die Museumsvermittlung neu zu denken? Mehr als 20 Jahre Zusammenarbeit mit Museen in Frankreich und Europa sprechen für diese These.

Beschreibung

Warum nehmen taktile Grafiken, die ursprünglich für sehbeeinträchtigte Menschen entwickelt wurden, einen immer größeren Platz in der Museumserfahrung aller Besucher:innen ein?

Diese Entwicklung lässt sich vielleicht nicht durch die Existenz eines hypothetisch universell-verständlichen Grafikdesigns erklären. Sie deutet vielmehr auf eine grundlegende Herausforderung der Museumsvermittlung hin. Das Erstellen einer taktilen Grafik bedeutet eine doppelte Verantwortung: Einerseits soll das Werk für Besucher:innen wahrnehmbar werden, ohne dass sie es sehen können; andererseits muss dieselbe grafische Gestaltung zugleich die Voraussetzungen für das Verständnis des Werkes schaffen. Aufgrund dieser Anforderungen müssen Entscheidungen offengelegt werden, die jeder Form der Vermittlung bestimmen: Was soll vermittelt werden? In welcher Abfolge? Durch welche Elemente? Und auf welche Weise, ohne das Werk zu vereinfachen?

Anhand konkreter Museumsprojekte erarbeitet dieser Vortrag eine These: Was, wenn die Gestaltungsanforderungen, die sich aus der Konzeption für sehbeeinträchtigte Menschen ergeben, heute eines der ergiebigsten Ideenlabore für die Museumsvermittlung wären?

Referent

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

AUSSTELLERFORUM  (Halle 4, G10)

Aussteller

MUTEC
Kultur für alle zugänglich machen, ohne sie zu vereinfachen: Das ist die Überzeugung, die Laville Braille & Tactile seit 2002 leitet. Als spezialisierte Werksta...