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Blick ins Fachprogramm: Inklusion, Nachhaltigkeit und neue Perspektiven für Ausstellungen
Wie können Museen Inklusion dauerhaft in ihren Strukturen verankern, Nachhaltigkeit über Ländergrenzen hinweg gestalten und neue Wege der Zusammenarbeit in Ausstellungsprojekten finden? Drei Beiträge im Fachprogramm der MUTEC 2026 greifen diese Fragen auf und zeigen, wie viel Potenzial im Austausch von Erfahrungen und Perspektiven steckt. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnisse zweier mehrjähriger Verbundprojekte sowie die Bedeutung von Mut und Vertrauen für die Ausstellungspraxis. Dabei geht es um konkrete Lösungsansätze, internationale Zusammenarbeit und die Frage, wie Museen den Herausforderungen der Zukunft gemeinsam begegnen können.
Inklusion nachhaltig im Museum verankern – Learnings und Best Practices aus dem Verbund Inklusion
Obwohl Konsens darüber herrscht, dass Museen und Ausstellungen inklusiv konzipiert und realisiert werden sollten, gestaltet sich die Umsetzung in der Praxis nach wie vor schwierig. In der Regel stehen alle Institution vor vergleichbaren Herausforderungen. Über vier Jahre hatten sieben Museen die Chance, im Rahmen eines Förderprojekts gemeinsam an nachhaltigen Lösungen zu inklusiver Museums- und Ausstellungsgestaltung arbeiten zu können. Die Ergebnisse werden von den Vertreter*innen der Museen vorgestellt und im Anschluss mit dem Publikum diskutiert.
Folgende Kooperationspartner, von denen verschiedene Vertreter*innen auf der MUTEC berichten, gehörten dem Verbundprojekt an: Bundeskunsthalle Bonn, Deutsches Historisches Museum Berlin, Stiftung Deutsches Hygiene Museum Dresden, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Bonn, Klassik Stiftung Weimar, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf.
Nach der Projektpräsentation stehen die Vertreter*innen für einen Austausch sowie für die Vernetzung zur Verfügung. Donnerstag, 05. November, 12.00–13.00 Uhr, MUTEC Forum (Halle 4, C26)
Nachhaltig, international, interkulturell: „GreenMuseumHub“ vernetzt Ägypten, Deutschland und Tunesien
Das Netzwerk „GreenMuseumHub“ verbindet die Fächer Museum und Heritage Studies an den Universitäten Würzburg, Helwan/Ägypten und La Manouba/Tunesien mit 30 Partnermuseen. Es setzte sich im Rahmen von Tagungen und Netzwerkreisen in den Partnerländern sowie von Online Lectures mit den Herausforderungen und Chancen ökologischer, ökonomischer, sozialer und kultureller Nachhaltigkeit auseinander. Zum Abschluss erarbeiteten 37 Studierende kollaborativ die nachhaltige Pop Up-Ausstellung „We Wanna Live!“. Sie wandert durch die drei Länder und zeigt kreativ, alltagsnah und in den vier Projektsprachen arabisch, deutsch, englisch und französisch wie Kultureinrichtungen Ressourcen recyceln, digitale CO₂-Fußabdrücke reduzieren oder Barrieren für gesellschaftliche Teilhabe abbauen. Die Wanderausstellung ist auch auf der MUTEC 2026 zu sehen und macht die Ergebnisse der internationalen Zusammenarbeit unmittelbar erlebbar.
Donnerstag, 05. November, 17.15–17.45 Uhr, MUTEC Forum (Halle 4, C26)
Vertrauen wagen – Mut gestalten: Neue Perspektiven für die Ausstellungspraxis
Vertrauen und Mut prägen Ausstellungsprojekte auf vielfältige Weise: Sie beeinflussen Entscheidungen, ermöglichen Zusammenarbeit und schaffen Raum für neue Ideen. Dennoch werden sie in der Praxis selten ausdrücklich thematisiert.
Die gemeinsame Tagung von VERA und dem Arbeitskreis Ausstellungen nimmt Mut und Vertrauen als Gefühle und soziale Kräfte in den Blick. Zum Auftakt gibt Friedrich von Borries einen Impuls aus designtheoretischer Perspektive und richtet den Blick auf die Zukunftsfähigkeit der Ausstellungspraxis. Auf dem Programm stehen außerdem Praxisbeispiele gelungener Kooperationen und eine gemeinsame Diskussion über Herausforderungen und Stolpersteine rund um Vertrauen und Mut in Ausstellungsprojekten.
Freitag, 06. November, 15.30–17.30 Uhr, MUTEC Forum (Halle 4, C26)